Das Schloss in Brynek
Das Schloss in Brynek (Dt. Brynnek / Brunneck) wurde 1829 für den
Fürsten Hohenlohe-Ingelfingen gebaut. Später wurde es von Hugo I.
Henckel von Donnersmarck gekauft. Im Jahr 1872 wurde das Schloss um zwei
Nebenflügel erweitert. In den Jahren 1095-08 erhielt es einen
eklektizistischen Stil mit Elementen des Neobarocks. Ein Mansarddach
überdeckt das ganze Gebäude, die zwei Türme haben jeweils einen
Zwiebelhelm. Der Umbau wurde vom Breslauer (Wroclaw) Architekt Karl
Grosser durchgeführt und kostete drei Millionen damaliger Mark - im
Auftrag von Hugo II Henckel von Donersmarck und Wanda von Gaschin. Man
findet eine Beschreibung der Innenräume aus dem Jahre 1908 in der
schlesischen Presse: "... auf der Etage befinden sich die
Wirtschaftsräume, auf dem ersten Stock: Empfangshalle, Herrenzimmer,
Bibliothek, drei Salons, ein großes Esszimmer, Familienesszimmer und in
den Flügeln die Schlafzimmer mit umfangreichen Nebenräumen. Aus dem
Esszimmer führt eine Galerie genau in die Loge des Herrn in der Kapelle,
die auch einen speziellen Außeneingang besitzt. Das zweite Stockwerk des
Mittelteils wird für die Dinnerstube verwendet und in den Flügeln sind
die Gästezimmer." Während des dritten Reiches wurde das Schloss als
Hitlerjugendheim benutzt.
Nach dem Krieg wurde ein Fort-Technikum mit Internat eingerichtet, welches bis heute besteht. Das Äußere des Schlosses wurde fast nicht verändert, jedoch wurden die Räume an den neuen Zweck angepasst. Neben dem Schloss wurde ein Landschaftspark mit botanischem Garten angelegt. Innerhalb der Anlage befinden sich noch Dienerhaus, Ställe mit Wasserturm und Reitbahn. Zwei repräsentative Einfahrten führen in den Park. Das gesamte Schloss-Areal hat eine Größe von 45 Hektar.
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